Kassen-Nachschau

Seit dem 01.01.2018 kann ein Prüfer des Finanzamts unangekündigt im Betrieb erscheinen und die Herausgabe der Kassenbuchführung und den Zugriff auf die Kasse verlangen. Damit soll gegen Kassenmanipulationen vorgegangen werden. Dem Unternehmer soll durch den Überraschungsbesuch die Möglichkeit genommen werden, seine Kassendaten für das Finanzamt „hübsch zu machen“. Siehe auch: Umsatzsteuer-Nachschau.

Umsatzsteuer-Nachschau

Wie bei der Kassen-Nachschau erscheint ein Betriebsprüfer des Finanzamts ohne vorherige Ankündigung im Betrieb, um Sachverhalte festzustellen, die für die Erhebung der Umsatzsteuer erheblich sein könnten. Der Umfang der Nachschau ist auf umsatzsteuerliche Sachverhalte beschränkt und dient der Aufdeckung umsatzsteuerlicher Betrügereien z. B. von Umsatzsteuerkarusseln. Siehe auch: Kassen-Nachschau.

Außenprüfung

Auch Betriebsprüfung genannt: Aufgrund einer vorherigen Prüfungsanordnung erscheint ein Außenprüfer des Finanzamts zur Prüfung der steuerlichen Verhältnisse von Gewerbebetrieben und Freiberuflern. Siehe auch: Betriebsprüfung.

Betriebsprüfung

Auch Außenprüfung genannt: Aufgrund einer vorherigen Prüfungsanordnung erscheint ein Betriebsprüfer des Finanzamts zur Prüfung der steuerlichen Verhältnisse von Gewerbebetrieben und Freiberuflern. Siehe auch: Außenprüfung.

Umsatzsteuer-Sonderprüfung

Ist eine Außenprüfung/Betriebsprüfung durch das Finanzamt, die sich auf den Bereich der Umsatzsteuer beschränkt. Siehe auch: Umsatzsteuernachschau.

Durchsuchung

Eine Durchsuchung von Geschäftsräumen und Wohnungen findet in Deutschland in der Regel nur aufgrund eines richterlichen Durchsuchungsbeschluss statt. Zur Durchsuchung erscheinen dann Mitarbeiter der Steuerfahndung und/oder des Hauptzollamts, auch Staatsanwälte, unter Umständen in Begleitung der Polizei. Den Betroffenen wird ein besonnener Umgang mit den Beamten empfohlen. Siehe auch: Steuerstrafrecht, Rechtsanwalt, Steuerstrafverfahren

Kontrolle Schwarzarbeit

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit, auch „Kontrolle Schwarzarbeit“ genannt, ist eine Abteilung des Deutschen Zolls deren Hauptaufgabe die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung sowie der Einhaltung der Mindestlohnbestimmungen durch die Unternehmen und Betriebe ist.

Steuerfahndung

Die Steuerfahndung ermittelt als Teil der Finanzverwaltung Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten. Im Rahmen ihrer Ermittlungsarbeit führt sie Durchsuchungen in Unternehmen und Wohnungen durch um Beweismittel aufzufinden. In vielen Bundesländern ist sie Teil des Finanzamt für Strafsachen. Siehe auch: Steuerstrafrecht, Rechtsanwalt, Steuerstrafverfahren

Hauptzollamt

Das Hauptzollamt ist u. a. zuständig für die Kontrolle und Strafverfolgung im Bereich der Zollverwaltung. Hierzu gehört insbesondere die „Kontrolle Schwarzarbeit“. Siehe auch: Kontrolle Schwarzarbeit.

Kontrollmitteilung

Insbesondere im Rahmen von Betriebsprüfungen fertigen Betriebsprüfer des Finanzamts sog. Kontrollmitteilungen zu anderen Steuerpflichtigen, von denen sie z. B. Eingangsrechnungen in der Buchhaltung des geprüften Unternehmens vorfinden. Diese Kontrollmitteilungen gehen an das für den anderen Steuerpflichtigen zuständige Finanzamt, damit dieses feststellt, ob dieser die Einnahmen ordnungsgemäß versteuert hat. Ergeben sich hieran ernsthafte Zweifel, kommt es zur Einleitung eines steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahrens.

(Anonyme) Anzeige

Viele Steuerstrafverfahren kommen aufgrund von Strafanzeigen durch Dritte zustande. Besonders ehemalige (Ehe-)Partner und ehemalige Arbeitnehmer zeigen nach einer streitigen Trennung den ehemaligen Partner oder Arbeitgeber beim Finanzamt, der Staatsanwaltschaft oder anderen Behörden an. Selbst dann, wenn Strafanzeigen anonym erfolgen, kann es zur Einleitung eines Steuerstrafverfahrens kommen.

Sammelauskunftsersuchen

Die Steuerfahndung nutzt vermehrt Sammelauskunftsersuchen an Unternehmen (z. B. Banken, Internetplattformen, Vermittlungsagenturen für Ärzte etc.) um Kundendaten zu einer Vielzahl von Betroffenen zu erhalten, die für fahndungsrechtliche Zwecke ausgewertet werden, was – bei entsprechenden Erkenntnissen, die einen Anfangsverdacht begründen – zur Einleitung von Steuerstrafverfahren führen kann.